perspektive
walkie talkie

perspektive nummer 100\101:  wozu literatur ?

liebe*r gewesene*r, seiende*r oder zukünftige* perspektive-autor*in,

in

perspektive nummer 100\101

stellen wir die frage wozu literatur ? <

mit folgendem teaser als these :

” die von den avantgarden des vorjahrhunderts aufgeworfene infragestellung des autonomie-status von kunst sowie die forderung nach künstlerischer durchdringung der lebenswelt und aufhebung der differenz zwischen leben und kunst blieben großteils unrealisiert oder wurden zu vermarktbaren versionen des kulturschaffens geschrumpft. dieses schaffen stellt sich sodann in dienst: füllt lücken des selbstverständnisses der sich noch in bildung meinenden schichten einer auseinanderfallenden gesellschaft. nachahmung des verbürgten tritt an die stelle von erkundung des möglichen. verniedlichung und rebranding revolutionärer momente ermöglichten den erfolgreichen einzug neo-avantgardistischer praktiken in die institution kunst / literatur; anwendungslos gewordene verfahren mutieren zu schönen beispielen avancierten schreibens. belege des schönen in unschöner zeit? wozu (also noch) literatur? “

wir bitten dazu um beiträge jeder formalen art bis 15. märz an office@perspektive.at

mit dank und neugier :

  • silvia stecher (redaktion graz)
  • ralf b. korte (redaktion berlin)
  • nora tunkel (redaktion wien)